Schladviertel, Oberhausen

Laufzeit: 05/25 – laufend

Tätigkeit: Prozess- und Veranstaltungsdesign, Kinder- und Jugendbeteiligung, Runde Tische, öffentliche Bürgerversammlung, digitale Tools, Planungsmoderation etc.

Seit vielen Jahren ist die Transformation des Areals der ehemaligen Möbelstadt Rück – heute XXXLutz – ein Thema in Oberhausen und ein wichtiger Baustein, um das dichte Wohnquartier qualitätsvoll weiterzuentwickeln. Nachdem frühere Prozesse aus verschiedenen Gründen ins Stocken geraten sind, ergeben sich durch den bevorstehenden Umzug des Möbelhauses zum Brammenring (vorauss. 2028) und den Erwerb des Grundstücks durch die Stadt Oberhausen neue Rahmenbedingungen. Die Stadt Oberhausen nimmt dies zum Anlass, um die Entwicklung des Areals neu anzugehen und die freiwerdende Fläche zu gestalten.
Im Jahr 2025 durften wir für die Stadt Oberhausen eine umfassende Bedarfsanalyse, als Grundlage für einen Quartiersentwicklungsprozess, erarbeiten. Wir haben relevante Akteure im Viertel identifiziert und zielgruppenspezifische Beteiligungsformate entwickelt. Beteiligt wurden unter anderem: eine geloste Teilöffentlichkeit, Senior:innen des Haus Abendfrieden, Schüler:innen der Astrid-Lindgren-Grundschule, der Rolandschule und des Heinrich-Heine-Gymnasiums; die Bürgerinitiative „Rettet die Villa Rück & Entwicklung des Geländes“, sowie Bewohner:innen mit Einwanderungsgeschichte. Für diese Zielgruppen und alle weiteren Interessierten fand Ende November 2025 eine große öffentliche Veranstaltung statt.

Mit zielgruppenspezifischen Formaten regen wir die genannten Akteure dazu an, über ihre soziale und räumliche Wirklichkeit nachzudenken – über lebenswerte Stadtteile, vorhandene Qualitäten, aber auch Bedenken und Bedürfnisse. Mit unserem über die Jahren gewachsenen Methodenkoffer können wir auf die jeweiligen Gruppen eingehen und passgenaue, ansprechende Formen anbieten, mit denen die Teilnehmenden im Gespräch, aber auch digital und kreativ ihren Sichtweisen Ausdruck verleihen können.
Die Formate und Zielgruppen reichen von Urban Walks (mit Unterstützung durch die PlaceM-App) zur Erkundung des Viertels über kreative Indoor-Sessions, in denen ein Wohlfühlort oder Ideenposter erstellt wurde. Kurze Eindrücke und Inputs konnten wir über mentimeter und eine Postkartenaktion sammeln, während Kleingruppengespräche eine intensivere Auseinandersetzung mit der Entwicklung generell und mit spezifischen Themen ermöglicht haben.

Parallel bietet die Stadt Oberhausen eine Online-Beteiligung an, über die alle Interessierten ihre Ideen einbringen können.
Hier geht’s zum Beteiligungsportal der Stadt Oberhausen!

Im weiteren Prozess werden alle gewonnen Ergebnisse ausgewertet und aufbereitet. Anstelle eines klassischen Ergebnisberichts entsteht ein stetig wachsendes Mapping, das fortlaufend ergänzt wird. Es macht Schnittstellen, Übereinstimmungen und mögliche Widersprüche sichtbar, dient als niedrigschwellige Form der Ergebnisaufbereitung und sorgt für Transparenz. Gleichzeitig schafft es eine tragfähige Grundlage für den zukünftigen Quartiersentwicklungsprozess und erleichtert die weitere Einbindung der Ergebnisse.